Ein neues Modell. Worüber wollen wir eigentlich schreiben?
Die Herstellerankündigung liefert vielleicht eine lange Funktionsliste. Wir brauchen dazu noch eine Leserfrage. Zum Beispiel: „Hilft mir dieses Modell, eine Animation für meine Website zu bauen?“ Dann wissen wir sofort, wonach wir suchen und welches Beispiel wir zeigen wollen. Aus der Funktionsliste allein entsteht noch kein Artikel.
Wir schlagen vor, die Arbeit mit KI in drei Rollen zu teilen: Quellen sammeln, redigieren und gegenlesen. Du kannst sie im Team besetzen oder die Schritte selbst durchlaufen. Erst die Feststellungen, dann der Text, zuletzt Hinweise zu konkreten Sätzen. Das garantiert keine Fehlerfreiheit. Es macht aber leichter sichtbar, wann eine lose Idee plötzlich wie eine geprüfte Information klingt.
Zur Recherche gehört auch eine Liste der offenen Fragen
Wer Materialien sammelt und prüft, bereitet Fragen, Quellen und Feststellungen vor. Bei Produktinformationen gehören ein direkter Link, ein Datum und Angaben zum Zugang dazu. Ein nicht durchgeführter Test, ein unklarer Grenzwert oder ein nur inoffiziell erwähnter Name kommen gesondert auf die Liste der Unbekannten. Die Redaktion muss wissen, womit sie wirklich arbeiten kann.
Für den Titel bleibt noch Zeit. Verlieben wir uns zu früh in eine schöne These, übersehen wir leichter, dass die Quellen sie nicht stützen. Wähle erst nach der Sichtung das Format: eine ganze Anleitung, eine kurze Nachricht oder vielleicht nur einen Link im Überblick. Nicht jede Meldung braucht einen eigenen Artikel.
Die Redaktion zeigt, wozu die Funktion gut ist
Zurück zur Animation. Dem Leser helfen die Auswahl einer Szene, die Vorbereitung der Bewegung und die Korrektur des Tempos. An so einem Beispiel wird die Anwendung verständlicher als in einer weiteren Funktionsliste. Zeig auch, an welcher Stelle ein Mensch selbst entscheiden muss.
Achten wir dabei auf den Unterschied zwischen einer Idee und tatsächlich ausgeführter Arbeit. Schreiben wir „Wir haben es geprüft“, muss ein Versuch dahinterstehen. Eine erfundene Übung kann trotzdem nützlich sein. Wir nennen sie einfach einen Vorschlag. Google betont in seinen Empfehlungen zu KI-Inhalten den Lesernutzen und die manuelle Prüfung der Richtigkeit. Mehr Texte allein erledigen das nicht.
Der folgende Prompt hilft, aus dem vorbereiteten Quellenpaket einen Entwurf zu machen. Die Prüfliste am Ende ist für die Redaktion gedacht. Bewahre sie bei weiteren Änderungen auf, damit die Fragen nicht mit der Arbeitsfassung verschwinden.
„Klingt gut“ ist noch kein Gegenlesen
Wer gegenliest, geht zu Namen, Daten und Links zurück. Gesucht sind Sätze, in denen aus einer Ankündigung ein Start oder aus Zugang für ausgewählte Konten Zugang für alle geworden ist. Gibt es Code, wird sein Verhalten mit der Beschreibung verglichen. Der Autor braucht einen Hinweis auf die konkrete Stelle, kein bloßes Gesamturteil.
Lies nach den Korrekturen Titel, Kurzbeschreibung in der Artikelliste und Text zusammen. Auch eine kurze Vorschau kann zu viel versprechen. Halte beim Material fest, wer die wichtigsten Angaben geprüft hat und welche Fragen offen geblieben sind.
Leg auch fest, wer den Artikel nach Produktänderungen wieder aufgreift und wie das Update gekennzeichnet wird. In einem kleinen Team genügt eine Notiz beim Thema. Ändert sich einige Wochen später die Verfügbarkeit, ist klar, wer Bescheid bekommen soll und wo die Information zu korrigieren ist.
Quellen und weiterführende Links
Die Quellen zu diesem Artikel. Anleitungen und Beispielszenarien sind Vorschläge unserer Redaktion.