Aus diesen Clips wurde eine Einladung
Vier abstrakte Animationen ohne Text und Ton. Nach dem Schnitt: burgunderroter Hintergrund, rosafarbene Figuren, große Kursivschrift und ein Rhythmus von 120 BPM. So entstand unsere 16-sekündige Ankündigung für Cookie Sessions. In der Vorschau kannst du Ausgangsmaterial und fertigen Film vergleichen und dann zum Hochformat wechseln.
Cookie Sessions ist ein fiktiver Abend mit Musik und Bildern. Name, Ort und Datum im Film gehören zum Beispiel. Der Schnitt ist tatsächlich entstanden: Wir haben ihn in Codex mit FFmpeg erstellt, einem Werkzeug zur Bild- und Tonbearbeitung. Das Paket enthält Clips, Schnitteinstellungen und das Skript zum erneuten Rendern. Zum Einstieg reicht es, die Texte zu ersetzen. Die Texte in den Filmen und im Quellprojekt sind auf Polnisch; die Bedienung des Players ist übersetzt.
Wie aus 32 Sekunden 16 wurden
Jeder der vier Ausgangsclips dauert acht Sekunden, hat 1280 × 720 Pixel und 24 Bilder pro Sekunde. Alle sind stumm und ohne Text. Wir haben die Animationen programmatisch als SVG gezeichnet und die Einzelbilder mit Node.js und Sharp vorbereitet. Sie stammen nicht aus einem Videomodell. In before.mp4 laufen die vollständigen Clips nacheinander: 01, 02, 03, 04. Zusammen ergeben sie 32 Sekunden.
Für den Trailer wählten wir die Reihenfolge 03, 01, 02, 04. Von den ersten drei Clips bleiben jeweils 4,5 Sekunden, vom letzten vier. Das sind 17,5 Sekunden Material. Drei Überblendungen von je einer halben Sekunde legen aber Enden und Anfänge übereinander. Der fertige Film dauert daher 16 Sekunden. Die Teile Licht, Klang, Bewegung und Sei dabei beginnen bei Sekunde 0, 4, 8 und 12.
Beide Exporte haben 24 Bilder pro Sekunde. Das Querformat hat 1280 × 720 Pixel, das Hochformat 720 × 1280. Wir speichern MP4 mit H.264-Bild und AAC-Ton.
Die Buchstaben haben ihren Platz, die Musik ihr Tempo
Jeder Teil bekommt zwei große Zeilen und eine kurze Ergänzung. Die Texte haben Zeit zum Erscheinen und Verschwinden. Wir wählten Georgia Italic: Die weiche Kursivschrift passt zu den geometrischen Figuren. Eine dunkle Fläche darunter hält den Text trotz Bewegung im Hintergrund lesbar.
Auch die Musik erstellt das Skript. Aus Schallwellen baut es Kickdrum, Bass, kurze Töne, Rauschen und Akkorde: unseren eigenen Hintergrund mit 120 BPM. Für den Hochformatfilm haben wir Bildausschnitt und Textpositionen gesondert eingerichtet. Die bloße Verkleinerung der Querformatkomposition hätte auf dem Handy zu kleine Buchstaben ergeben. Die Ergänzung der letzten Szene wird hier am Trenner „ · “ auf zwei Zeilen verteilt.
Was du zum Start brauchst
Auf deinem Computer müssen Python 3, FFmpeg und ffprobe im Terminal verfügbar sein. FFmpeg braucht die Filter drawtext, xfade und loudnorm für Schrift, Überblendungen und Lautstärkeanpassung. Zusätzliche Python-Pakete installierst du nicht. Auch Node.js und Sharp sind für diesen Schritt nicht nötig: Die fertigen MP4-Clips liegen bereits im Paket.
Das Skript sucht auf dem Computer nach Georgia und Arial oder nach DejaVu-Schriften. Die Schriften selbst liefern wir nicht mit. Eigene TTF-Dateien kannst du über --serif-font und --sans-font angeben. Schau dir nach einem Schriftwechsel beide Formate an, denn die Buchstaben können unterschiedlich breit sein.
Unser Skript unterstützt vier Szenen, 24 Bilder pro Sekunde, Übergänge von einer halben Sekunde und ein 16 Sekunden langes Ergebnis. Es prüft, ob die gewählten Ausschnitte in die Clips passen, passt lange Texte aber nicht automatisch an. Beginne deshalb mit kurzen Wörtern. Weitere Szenen verlangen auch eine Codeänderung.
Text ersetzen und den Film neu zusammensetzen
Lade das ZIP herunter und entpacke es. Öffne edit.json im Texteditor, also die Datei mit den Schnitteinstellungen. Trage im ersten Eintrag des Arrays scenes „Nacht“ in line1, „der Farben.“ in line2 und „Wir sehen uns nach Einbruch der Dunkelheit.“ in caption ein. Lass die übrigen Felder und Kommas stehen. title am Dateianfang beschreibt nur das Projekt und erscheint nicht im Film.
Öffne nach dem Speichern ein Terminal im entpackten Ordner und führe den folgenden Befehl aus. Unter Windows verwendest du py -3 render.py. Das Skript erstellt beide Formate: final-16x9.mp4 und final-9x16.mp4 im Ordner output. Es speichert auch before.mp4 und Vorschaubilder. Jeder weitere Durchlauf überschreibt diese Ergebnisse. Verschiebe den bisherigen Schnitt deshalb vorher, wenn du ihn behalten möchtest.
Jetzt schauen und hören wir hin
Codex kann eine Idee in Einstellungen und Code übersetzen, FFmpeg setzt daraus den Film zusammen. Uns bleibt, alles anzusehen und anzuhören. Konntest du die Texte rechtzeitig lesen, passen die Übergänge, ist die Musik nicht zu laut? Mit so einer Beobachtung lässt sich gut zum Agenten zurückkehren: „Vergrößere im Hochformat den Abstand zwischen Titel und Zusatz“ führt zu einer konkreteren Änderung als „Mach es besser“.
Dieselben Dateien kannst du in Claude Code weiterentwickeln, das ebenfalls Code bearbeitet und Befehle ausführt. Eine andere Möglichkeit ist Remotion, wenn du Filme aus React-Komponenten zusammensetzen möchtest. Es bietet Skills und Plugins für Codex und Claude Code. Um unser Beispiel erneut zu rendern, genügen aber die Ausgangsclips und das Skript aus dem Paket.
Quellen und weiterführende Links
Die Quellen zu diesem Artikel. Anleitungen und Beispielszenarien sind Vorschläge unserer Redaktion.
- Cookie Analytics: Die Schnittdemo zu Cookie Sessions (öffnet einen neuen Tab)qkianalytics.pl
- Cookie Analytics: Projekt zum Herunterladen – Clips, edit.json und render.py (öffnet einen neuen Tab)qkianalytics.pl
- FFmpeg: Bild- und Tonbearbeitung sowie Export (öffnet einen neuen Tab)ffmpeg.org
- Remotion: Agent Skills für Programmieragenten (öffnet einen neuen Tab)remotion.dev
- Remotion: Plugins für Codex und Claude Code (öffnet einen neuen Tab)remotion.dev
- Anthropic: Claude Code – Dateien und Befehle (öffnet einen neuen Tab)code.claude.com